Da immer mehr Menschen nach Dubai auswandern, tritt auch immer wieder die Frage auf, ob man seine Haustiere nach Dubai mitnehmen darf. In diesem Artikel werden alle wichtigen Fragen rund um das Thema Haustiere und die Mitnahme bestehender Haustiere beantwortet. Den Ablauf des Umzugs selbst beschreibt der Ratgeber Nach Dubai auswandern.
- Erlaubt ist es. Pro Person dürfen jährlich bis zu zwei Hunde oder zwei Katzen privat eingeführt werden. Voraussetzung sind Mikrochip, Impfungen, Einfuhrgenehmigung und Gesundheitszeugnis.
- Nicht jede Rasse darf mit. Rund fünfzehn Hunderassen sind von der Einfuhr ausgeschlossen, darunter Pitbull, American Bully und mehrere Mastiff-Linien.
- Emirates nimmt keine Tiere in die Kabine. Wer sein Tier neben sich haben will, fliegt mit Etihad nach Abu Dhabi oder ab Europa mit einer Airline, die Kleintiere in der Kabine zulässt.
- Die Kosten liegen pro Tier meist zwischen 1.500 und 3.500 €. Der größte Posten ist die Fracht, und die wird nach dem Volumen der Box berechnet.
Erlaubnis
Grundsätzlich gibt es mehrere Dinge, die man beachten muss, bevor man sein Haustier einfach nach Dubai mitnimmt. Diese Punkte sollte man sorgfältig abklären bzw. einhalten, da es sonst bei der Einreise am Flughafen ein Problem geben kann.
1. Mikrochip
Das Haustier muss einen Mikrochip besitzen nach dem ISO-Standard ISO 11784/11785 mit einem 15-stelligen Code. Dieser muss sich auch auf allen Dokumenten befinden.
2. Impfungen
Je nach Tierart müssen auch umfangreiche Impfungen durchgeführt werden. Bei Katzen und Hunden ist das auf jeden Fall die Tollwutimpfung. Jedoch sollte man im Detail abklären, welche Impfungen das Tier genau benötigt, da es für jede Tierart unterschiedliche Vorschriften gibt. Hier einige Beispiele:
- Katzen: Panleukopenie, Rhinotracheitis und Calicivirus
- Hunde: Staupe (Distemper), Parvovirus, Hepatitis (DHP/DHPP) und Leptospirose
3. Import Erlaubnis
Um einreisen zu dürfen, benötigt man auch eine Import Permit, die beim Ministry of Climate Change and Environment, kurz MOCCAE, zu beantragen ist.
4. Gesundheitszeugnis
5 bis 10 Tage vor Einreise sollte man auch ein umfassendes Gesundheitszeugnis durch einen Tierarzt im Heimatland ausstellen lassen.

5. Parasitenkur
Vor der Einreise sollte man innerhalb von 14 Tagen eine Parasitenkur professionell durch einen Tierarzt durchführen, damit keine Importgefahr dieser besteht.
Verbotene Hunderassen und Regeln vor Ort
Eine Frage stellen viele Auswanderer zu spät: Darf mein Hund überhaupt einreisen? Die Vereinigten Arabischen Emirate führen eine Liste gefährlicher Rassen, deren Einfuhr und private Haltung untersagt ist. Grundlage ist das Bundesgesetz Nr. 22 von 2016 über den Besitz gefährlicher Tiere.
Diese Rassen dürfen nicht einreisen
- Terrier-Linien: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier, American Bully
- Mastiff-Linien: Bullmastiff, Cane Corso, Dogue de Bordeaux, Mastino Napoletano, Tibet-Dogge, Boerboel, Bully Kutta
- Weitere: Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Presa Canario
Betroffen sind auch Kreuzungen mit diesen Rassen. Ausgenommen sind Assistenz- und Therapiehunde, sofern sie die Auflagen der Behörde erfüllen.
Wer einen Hund aus einer Terrier- oder Mastiff-Linie hält, sollte die Rasse vor der Buchung schriftlich bestätigen lassen. Ein Tier, das am Flughafen abgewiesen wird, muss auf eigene Kosten zurückfliegen, und das ist der teuerste denkbare Ausgang.
Lizenz, Leine und Strafen
Wer in Dubai einen Hund hält, braucht eine Lizenz der Gemeinde, und das Tier ist in der Öffentlichkeit an der Leine zu führen. Verstöße gegen das Gesetz über gefährliche Tiere sind teuer: Die Bußgelder reichen von 10.000 bis 700.000 AED, dazu kommen Haftstrafen und die Beschlagnahmung des Tieres.
Frei laufen lassen darf man den Hund nur in ausgewiesenen Hundeparks und an den dafür freigegebenen Stränden. Und nicht jede Wohnanlage erlaubt Haustiere: Das steht im Mietvertrag oder in den Regeln der Community und gehört vor der Unterschrift geklärt.
Mitnahme & Transport
Die Mitnahme von Haustieren nach Dubai ist nicht immer erlaubt bzw. sie ist einerseits abhängig vom Haustier (Größe) und der Airline, mit der man fliegen möchte.
Welche Airline infrage kommt, entscheidet sich fast immer am Gewicht und an der Boxgröße. Die drei für Auswanderer aus dem deutschsprachigen Raum relevanten Linien im Vergleich:
| Airline | Kabine | Frachtraum | Zielflughafen |
|---|---|---|---|
| Emirates | neinAusnahme nur für Falken | ja | Dubai (DXB) |
| Etihad | jakleine Hunde und Katzen | ja | Abu Dhabi (AUH)rund 90 Minuten bis Dubai |
| Lufthansa | jabis 8 kg inklusive Box | jaals Übergepäck | Dubai (DXB) |
Stand September 2026, nach Angaben der Fluggesellschaften. Bei Etihad darf die Box unter dem Sitz 40 x 40 x 22 cm messen, mit gekauftem Nachbarsitz 50 x 43 x 50 cm. Emirates befördert Tiere ausschließlich im Frachtraum, als Fracht oder als aufgegebenes Gepäck. Prüfe die Regeln vor der Buchung erneut, sie ändern sich.
Cargo
Grundsätzlich darf man mit Emirates keine Tiere in der Kabine mitnehmen, egal wie groß bzw. klein diese sind. Dort bleibt nur die Option, dass man die Tiere in den Cargo-Raum lässt, was für viele Tiere eine sehr unangenehme Erfahrung ist. Bei anderen Fluglinien gibt es Grenzwerte, was Größe und Gewicht betrifft, und man kann diese unter Umständen in der Kabine mitführen.
Kabine
Wer Katzen oder kleinere Hunde besitzt, sollte deshalb die Fluglinie Etihad aus Abu Dhabi wählen. Dort ist die Mitnahme von kleineren Tieren in der Kabine unter folgenden Voraussetzungen erlaubt:
- Mindestalter des Tieres 16 Wochen
- Maximalgewicht 8 kg inklusive Box
- Größe der Box maximal 40 x 40 x 20 cm
Außer man kauft einen Extra-Sitzplatz für das Tier bzw. die Box, dann darf diese 50 x 43 x 50 cm groß sein.
Wer noch größere Tiere mitbringt, muss diese auch bei Etihad Airlines im Cargo-Abteil lassen.
Privatjet
Wenn Geld keine Rolle spielt und man nur das Beste für sein Tier möchte, dann kann man selbstverständlich zur Mitnahme auch einen Privatjet buchen. Dort gibt es quasi keine Bestimmung, was die Mitnahme betrifft. Die Kosten für einen Jet sind natürlich auch deutlich höher. Pro Flugstunde muss man, je nach Jetgröße, 5.000 – 10.000 € rechnen.

Kosten
Die Kosten teilen sich in drei Blöcke: Tierarzt und Papiere im Heimatland, die Genehmigung in den Emiraten und den Transport. Der größte Posten ist fast immer die Fracht, denn sie wird nicht nach dem Gewicht des Tieres berechnet, sondern nach dem Volumen der Transportbox.
| Position | Richtwert |
|---|---|
| Tierarzt: Impfungen, Mikrochip, Gesundheitszeugnis | 150 – 400 € |
| Tollwut-Titerbestimmungnur aus bestimmten Herkunftsländern nötig | 80 – 150 € |
| Einfuhrgenehmigung MOCCAE | nach Tarif der Behördeonline zu beantragen |
| Transportbox nach IATA-Norm | 80 – 250 € |
| Flug im Frachtraum ab Europa | 800 – 2.000 € |
| Abfertigung am Zielflughafen | nach Tarifmeist über die Agentur abgerechnet |
| Agentur für die komplette Abwicklung | 600 – 1.500 € |
| Gesamt pro Tier | ca. 1.500 – 3.500 € |
Richtwerte, Stand September 2026, gerundet und ohne Gewähr. Die Spanne hängt vor allem an Größe und Gewicht des Tieres. Die amtlichen Gebühren stehen im Tarif des MOCCAE und der Flughafenabfertigung und ändern sich; sie gehören vor der Buchung erfragt. Wer die Kabine nutzen kann, zahlt deutlich weniger, meist nur eine Gebühr der Airline im niedrigen dreistelligen Bereich.
Zwei Tiere werden nicht doppelt so teuer wie eines, weil sich Agentur und Abfertigung teilen lassen. Wie sich die laufenden Kosten danach einordnen, zeigt der Überblick zu den Lebenshaltungskosten in Dubai.
Alltag mit Haustieren in Dubai
Mittlerweile sind Haustiere in Dubai ein großes Thema, vor allem da immer mehr Familien (mit Tieren) auswandern. Entsprechend gibt es immer mehr Infrastruktur, wenn es um Tierparks, Tierärzte, Spas etc. geht.
Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass Tiere, vor allem Hunde, in muslimischen Ländern nach wie vor nicht so beliebt sind wie in europäischen Ländern. Freie Bewegung, wie man es in Europa kennt, ist eingeschränkt und man muss sich an die designierten Zonen halten.
Wer verreist, hat auch die Möglichkeit, sein Haustier in ein spezielles Hotel zu geben. Das obliegt natürlich jedem selbst und ist auch abhängig von der Größe des Tieres, denn kleine Tiere kann man theoretisch beim Reisen in gewissen Airlines (wie oben beschrieben) in der Kabine mitführen.
Wenn man das ganze Jahr in Dubai lebt, sollte man vor allem im Sommer darauf achten, dass die Tiere genug Wasser bekommen und nicht der Hitze ausgeliefert sind.
Nach der Ankunft: Registrierung, Wohnen, Tierarzt
Registrierung nach der Ankunft
Mit der Einreise ist es nicht getan. Hunde müssen bei der Gemeinde registriert werden, üblicherweise über den Mikrochip, und die Registrierung ist jährlich zu erneuern. Ohne gültige Lizenz drohen Bußgelder, und im Streitfall mit Nachbarn oder der Community steht man ohne Papiere schlecht da.
Wo Hunde in Dubai gut leben
Villenviertel mit Garten sind die naheliegende Wahl, etwa Arabian Ranches, Dubai Hills oder Jumeirah Village. In Apartmenttürmen ist Tierhaltung häufig eingeschränkt oder ganz untersagt. Welche Gegend zu welchem Budget passt, steht im Überblick zu den Wohngegenden in Dubai, und wie sich der Alltag insgesamt anfühlt, im Artikel Leben in Dubai.
Tierärzte, Pflege und Transport vor Ort
Die tierärztliche Versorgung ist gut und international besetzt, viele Praxen rechnen auf Englisch ab und arbeiten mit den gängigen Haustierversicherungen. Für Fahrten gibt es eigene Pet-Taxis, denn in normalen Taxis sind Tiere meist nicht erlaubt.
Häufig gestellte Fragen
Nachfolgend ein Überblick an häufig gestellten Fragen zum Thema Haustiere in Dubai.
Warum gibt es keine Hunde in Dubai?
Es gibt sehr wohl Hunde in Dubai. Jedoch dürfen diese nicht an allen Orten frei herumlaufen. Meistens finden sich Hunde in Wohngegenden, wie beispielsweise Creek Harbour oder Dubai Hills. Manche Communities haben mittlerweile auch eigene Hundeparks, in denen sich die Tiere austoben können.
Sind Hunde in Dubai erlaubt?
Ja. Hunde dürfen in Dubai gehalten werden, brauchen aber eine Lizenz der Gemeinde und müssen in der Öffentlichkeit an der Leine geführt werden. Frei laufen dürfen sie nur in ausgewiesenen Hundeparks und an den dafür freigegebenen Stränden. Ausgenommen von der Haltung sind die als gefährlich eingestuften Rassen.
Welche Hunderassen sind in Dubai verboten?
Untersagt sind unter anderem American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier, American Bully, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Presa Canario sowie mehrere Mastiff-Linien wie Bullmastiff, Cane Corso, Dogue de Bordeaux, Mastino Napoletano, Tibet-Dogge, Boerboel und Bully Kutta. Kreuzungen fallen ebenfalls darunter. Grundlage ist das Bundesgesetz Nr. 22 von 2016.
Wie viele Haustiere darf man nach Dubai mitnehmen?
Für die private Einfuhr gilt eine Grenze von zwei Hunden oder zwei Katzen pro Person und Jahr, alternativ ein Hund und eine Katze. Wer mehr Tiere mitbringen will, braucht eine gesonderte Genehmigung.
Muss mein Haustier in Dubai in Quarantäne?
In der Regel nicht. Sind Mikrochip, Impfungen, Einfuhrgenehmigung und Gesundheitszeugnis vollständig und stammt das Tier aus einem zugelassenen Land, geht es nach der Abfertigung direkt mit. Fehlt ein Dokument oder stimmt eine Angabe nicht, kann das Tier am Flughafen festgehalten werden.
Welche Airline nimmt Hunde mit in die Kabine?
Emirates nicht: Dort reisen Tiere ausschließlich im Frachtraum. Etihad lässt kleine Hunde und Katzen in der Kabine zu, fliegt aber nach Abu Dhabi, von dort sind es rund 90 Minuten nach Dubai. Ab Europa nehmen mehrere Linien Tiere bis 8 kg inklusive Box mit in die Kabine, darunter Lufthansa.
Was kostet es, einen Hund nach Dubai mitzunehmen?
Mit Tierarzt, Papieren, Box, Fracht und Abfertigung liegt man pro Tier meist zwischen 1.500 und 3.500 €. Den größten Anteil hat die Fracht, und die richtet sich nach dem Volumen der Transportbox, nicht nach dem Gewicht des Tieres. Wer ein kleines Tier in der Kabine mitnehmen kann, zahlt deutlich weniger.
Wird der Hund bei der Einreise kontrolliert?
Ja. Am Flughafen werden Mikrochip, Impfpass, Einfuhrgenehmigung und Gesundheitszeugnis geprüft, und die Nummer des Mikrochips muss auf allen Dokumenten identisch sein. Weicht etwas ab, kann die Freigabe verzögert oder verweigert werden.
Muss ich meinen Hund in Dubai registrieren?
Ja. Die Registrierung läuft über die Gemeinde und den Mikrochip und ist jährlich zu erneuern. Sie ist Voraussetzung für die Lizenz, ohne die die Haltung nicht zulässig ist.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man in Dubai auf jeden Fall Haustiere besitzen und auch einführen darf. Jedoch muss man einige Bedingungen beachten, wenn es um die Einwanderung nach Dubai mit dem Haustier geht. Neben zahlreichen Gesundheitschecks sollte man sich auch über den Transport selbst Gedanken machen, denn nur kleine Tiere können in der Kabine von gewissen Fluglinien mitgenommen werden.
Drei Punkte entscheiden über den Aufwand: die Rasse, denn eine gesperrte Rasse kommt gar nicht erst ins Flugzeug; die Größe, denn sie bestimmt Kabine oder Frachtraum und damit den größten Kostenblock; und die Vollständigkeit der Papiere, denn daran scheitert die Freigabe am Flughafen. Wer früh beginnt, kommt mit vier bis sechs Wochen Vorlauf aus.
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